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Bearded Collies
Herkunft
Die Vorfahren der Bearded Collies gehen
wahrscheinlich auf langhaarige, zottige Hütehunde zurück, die Schäfer in
Ost-Europa und Asien begleiteten. Auch der PON wird hier erwähnt.

Bearded Collies gehören zu den Britischen
Hütehunden. Schon im 15. Jahrhundert wurden Bearded-Collie-ähnliche Hunde
im schottischen Hochland hauptsächlich zum Treiben der Schafherden
eingesetzt.
Diese Hunde mussten zuverlässig, ausdauernd
und durchsetzungsfähig sein und wurden ausschließlich als Arbeitshunde
gehalten.

Alter und Größe
Größe des Rüden 53 – 56
cm Gewicht ca. 27 kg
Größe der Hündin 51- 53 cm Gewicht ca. 20 kg
Ein artgerecht gehaltener
Bearded Collie wird oft 12 -13 Jahre alt. Auch rüstige Senioren von 15
Jahren sind keine Seltenheit.
Aussehen
Seinen Namen verdankt der
Bearded Collie dem langen Fell – dem Bart um Schnauze und Kinn (bearded =
bärtig)
Der Bearded Collie ist ein
schlanker, drahtiger, aktiver Hund. Kennzeichnendes Merkmal der Rasse ist
u. a. der aufgeweckte, forschende Ausdruck, der unwiderstehliche
Beardieblick. Seine Bewegungen sind geschmeidig, gleichmäßig, fließend
und weit ausgreifend.
Das doppelte Haarkleid
besteht aus langem, festem Deckhaar und pelziger , dichter Unterwolle. Die
natürlichen Linien des Körpers sollen durch das lange Fell nicht verwischt
werden damit die Form des Hundes zur Geltung kommt.
Da die meisten Beardies im
Laufe ihrer Jugend heller werden (Ergrauung) unterscheidet man zwischen
der Geburtsfarbe und der Farbe des erwachsenen Hundes.
Bei der Geburt zeigen die Welpen vier Farbschläge - schwarz, blau
(aufgehellt schwarz), braun, und fawn (aufgehellt braun) jeweils mit
weißen Abzeichen, deren Lage und Ausbreitung im Rassestandart genau
definiert sind.
Eigenschaften
Der Bearded Collie, heute
meist als Familienhund gehalten ist ein lustiger Hund mit sprühendem
Temperament. Er fügt sich gut in das Familienleben ein und beschützt und
behütet seine Familie am liebsten überall. Als besonderer Menschenfreund
begrüßt der liebenswerte Zottelhund auch fremde Personen freundlich und
oft ungestüm. Es kommt nur selten vor, dass er jemanden überhaupt nicht
leiden mag. Kindern ist er ein lustiger Spielgefährte und hängt sehr an
seiner Familie.
Da der Beardie stets
bemüht ist alles richtig zu machen, reichen Lob und Tadel zur rechten Zeit
meist aus, um ihn zu einem angenehmen Hausgenossen zu erziehen. Grobe und
ungerechte Behandlung zerstören schnell das Vertrauen in seinen Menschen.
Geduld und Verständnis helfen eher als Härte oder Strafen, denn der
Beardie ist ein ausgesprochen feinfühliger, empfindsamer Hund.
Vorausgesetzt
dass man dem Bearded Collie genügend Auslauf und Beschäftigung
bietet, weiß der Beardie sein Temperament in der Wohnung gut zu zügeln,
schläft viel und ist niemals aufdringlich.
Einige Beardies sind recht
wachsam und melden, was sie sehen und hören.
Mit Artgenossen vertragen
sich Beardies meisten hervorragend und gehen einem Streit eher auch dem
Weg. Daher sind sie gut zu mehreren zu halten.
Ein Bearded Collie ist kein
Hund der für die Zwingerhaltung geeignet ist!!!
Anschaffung/Überlegungen
vor dem Kauf
Der Bearded Collie zählt sicherlich zu den eindruckvollsten Hunderassen.
Es ist schon ein schönes Bild, wenn man einen Beardie in Aktion mit
wehendem Fell über die Wiese "fliegen" sieht.
Schon als Welpe besticht diese Rasse durch ihr knuffiges, flauschiges
Teddybär-Image. Kein Wunder wenn man da schnell verliebt ist.
Man sollte sich allerdings nicht nur von seinem Aussehen und besonderen
Charme leiten lassen.
Vor dem Kauf sollten Sie gut überlegen, ob ein Beardie wirklich in Ihre
Familie und zu Ihren Lebensumständen passt.
Pflege
Das lange Fell, welches meistens auf den ersten Blick besticht, bedarf
regelmäßiger, intensiver Pflege.
Nach einem Spaziergang bei schlechtem Wetter (ein Beardie ist da
keineswegs zimperlich) ist meistens zumindest das Abduschen der Füße
notwendig.
Die Zeit für Kämmen und Bürsten muss von klein auf fest eingeplant werden,
um schon den Welpen und Junghund daran zu gewöhnen.
Ein langhaariger Hund bringt Schmutz in die Wohnung (besonders bei
Schmuddelwetter oder nach dem Baden im See oder Fluss ist später zu Hause
manche Sanddüne zu entfernen).
Dieser Hund passt nicht zu überpenieblen Hausfrauen oder weißen
Teppichböden!
Beschäftigung
Ein Beardie ist als ehemaliger Arbeitshund (Hütehund) ein aktiver Hund.
Er braucht außer seiner täglichen Bewegung (bei jedem Wetter!) möglichst
eine sinnvolle Beschäftigung, die ihn auch geistig fordert.
Gut geeignet sich z. B. Agility, Flyball, Dogdancing und andere
Hundesportarten.
Auch dafür sollte Interesse und Zeit vorhanden sein.
Anders als so mancher Border Collie nimmt der Beardie einen Tag mit
weniger Aktion nicht gleich krumm. Er benimmt sich in der Wohnung ruhig
und liegt geduldig, schlafend in einer Ecke.
Trotzdem ist dies kein Hund für Menschen, die die meiste Zeit lieber vor
dem Fernseher verbringen. In eine aktive, sportliche Familie passt er
dagegen sehr gut.
Er begleitet seine Leute mit Begeisterung beim Fahrradfahren, Inlinern,
Wandern, Schwimmen oder evtl. Reiten (natürlich nach entsprechendem
Training).
Sensibilität
In der letzten Zeit hört man öfter Berichte über besonders ängstliche,
geräuschempfindliche Beardies.
Ängste vor Schüssen, Gewitter oder lauten LKW-Motoren können (manchmal
auch nur vorübergehend) vorkommen . Auch , wenn dies längst nicht bei
jedem Beardie der Fall ist, sollten sie mit eventuellen Ängsten leben
können.
Tatsache ist, dass der Bearded Collie ein sensibler, feinfühliger Hund
ist.
Diese Eigenschaft, macht die Rasse, in meinen Augen, aber auch besonders
liebenswert.
Der Beardie ist ein Hund der in manche Situationen einfach vorsichtig und
abwartend reagiert.
Schon bei der Aufzucht durch den Züchter, aber auch bei der Erziehung im
neuen Zuhause sollte angemessen auf sein Verhalten reagiert werden.
In der Welpenzeit ist es wichtig, den Hund mit vielen verschiedenen Dingen
des täglichen Lebens bekannt zu machen.
Alleinebleiben
Wie jeder Hund lernt der Bearded Collie mit der Zeit eine Weile ohne
seine Menschen alleine zu bleiben.
Dies sollte allerdings eine Ausnahme bleiben, denn am liebsten ist Ihr
Hund überall dabei - auch im Urlaub.
Der Beardie ist auf keinen Fall ein Hund, der bei Zeitmangel oder während
des Urlaubs im Zwinger untergebracht werden kann.
Erziehung
Ein Bearded Collie ist im allgemeinen ohne große Härte zu erziehen.
Wichtig sind trotzdem Verständnis und Konsequenz.
Allerdings ist er nicht mit einem Deutschen Schäferhund zu vergleichen,
der bedingungslos aufs "erste Wort" gehorcht. Ihr Beardie kann durchaus
seinen Dickschädel haben und sie benötigen eine zweite oder dritte
Auforderung, ehe er ihrem Befehl nachkommt.
Grobe und ungerechte Behandlung zerstören das Vertrauen in seinen
Menschen! Geduld und Erziehung durch positive Bestärkung helfen eher als
harte Strafen.
Denn eigentlich lernt der Beardie schnell und leicht und mit ein wenig
Motivation auch ausgesprochen gerne.
Wenn Sie dies alles nicht abschreckt, sondern im Gegenteil noch bestärkt
haben sie die richtige Wahl getroffen und ein fröhlicher,
temperamentvoller, freundlicher, sanfter Beardie wird sich bei Ihnen wohl
fühlen.
Rassebeschreibung
Havaneser
Herkunft
Der Havaneser wird zur Gruppe der Bichons gezählt. Dazu gehören auch
Malteser, Bologneser, Löwchen und Coton de Tulear.
"Bichon" kommt aus dem französischen und
kann mit "verhätscheln" übersetzt werden.
Geschichte
Es gibt verschiedene Theorien, wie die Rasse
Havaneser entstanden sein könnte:
Einmal wird vermutet, dass Handelskapitäne
die Hündchen auf ihren Schiffen von Spanien nach Kuba brachten, wohl
hauptsächlich als Geschenk oder Mitbringsel für die Damen der feinen
Gesellschaft.
Eine zweite Theorie geht davon aus, dass der
Havaneser durch Kreuzung von Pudeln mit einer damals in Kuba vorkommenden
Kleinhundrasse, kleinen, lebhaften, weißen Hündchen, mit Namen Blanquito
de la Habana entstanden ist.
Die ersten Havaneser wurden unter dem Namen
"Havana-Silk Dog" - Havana´s Seidenhündchen (nach der Hauptstadt von Kuba
- Havana) auf Kuba bekannt und entwickelten sich bald zum lebendigen
Symbol für Luxus.
Dies war auch der Grund dafür, dass sie nach
dem Sieg Fidel Castros aus Kuba verbannt wurden.
Einigen mutigen Exil-Kubanern, die mit ihren
Havaneser-Hündchen nach Amerika flüchteten, ist es zu verdanken, dass die
Rasse erhalten blieb.
Aussehen
Der Havaneser ist ein Kleinhund von
rechteckigem Format. Er ist 25 bis 27 cm groß und 4 - 7 kg schwer. Die
Rute trägt er über dem Rücken. Das Fell ist lang, seidig und leicht
gewellt. Havaneser kommen in fast allen Farben vor, beige in allen
Schattierungen, rötlich, grau, schwarz-weiß, schwarz und selten ganz weiß.
Das Haarkleid befindet sich etwa bis zum 2. Lebensjahr in der Entwicklung.
Um lose Haare zu entfernen und ein Verfilzen zu vermeiden wird das Fell
regelmäßig gekämmt und gebürstet.
Eigenschaften
Der Havaneser ist ein fröhlicher, lustiger,
aufgeweckter und liebevoller Familien - und Begleithund. Er ist gelehrig
und außerordentlich intelligent und versteht es, durch seinen Charme und
sein offenes Wesen die Herzen aller Familienmitglieder im Sturm zu
erobern.
Trotz seiner geringen Größe ist er robust,
ausdauernd und bewegungsfreudig, passt sich aber im Verhalten und im
Bewegungsbedürfnis seinem Menschen an. Er kann sich zeitweise still zurück
ziehen, tobt aber auch gerne und ist auf Wanderungen und Spaziergängen
dabei - zeitweise ungestüm dann wieder ausgeglichen und kaum spürbar.
Ein Havaneser möchte, da er sehr
menschenbezogen ist, als vollwertiges Familienmitglied angesehen, ernst
genommen und wie ein "Großer" behandelt werden.
Er ist kein Kläffer, kann sich aber in einen
wütenden Bewacher verwandeln, wenn er meint, Haus und Familie beschützen
zu müssen.
Die Lebenserwartung liegt bei 12 - 15
Jahren. |